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Wie richte ich Erinnerungen vor Verlängerungen ein?

Warum eine Erinnerung nicht reicht, welches Datum du dir merken musst, und wie du die Frist ohne Rechenfehler triffst.

Kurz gesagt

Setze zwei Erinnerungen statt einer: eine drei Monate und eine einen Monat vor dem letzten Kündigungstermin. Der Grund ist, dass Fristen bei Verträgen mit Laufzeit oft selbst drei Monate betragen — dann ist eine einzelne Erinnerung einen Monat vorher bereits zu spät. Und notiere den letzten Kündigungstermin, nicht das Vertragsende: Das sind verschiedene Daten.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, SubTracker · Aktualisiert 7. September 2026

Das Datum, auf das es ankommt

Die meisten notieren das Vertragsende. Das ist das falsche Datum. Was du brauchst, ist der letzte Termin, an dem eine Kündigung noch rechtzeitig eingeht — also Vertragsende minus Kündigungsfrist.

Bei einem Jahresvertrag mit dreimonatiger Frist liegen diese beiden Daten ein Vierteljahr auseinander. Wer sich das Vertragsende merkt, erfährt am Stichtag, dass er drei Monate zu spät ist.

Warum zwei Erinnerungen

Wenn die Frist selbst drei Monate beträgt, ist eine einzelne Erinnerung einen Monat vorher wertlos. Und eine Erinnerung drei Monate vorher allein wird oft weggeklickt, weil es noch nicht dringend wirkt.

Zwei Termine lösen beides: der erste gibt dir Zeit zum Entscheiden, der zweite sorgt dafür, dass die Entscheidung ausgeführt wird.

So berechnest du die Frist

Nimm das Datum des Vertragsschlusses, nicht der ersten Abbuchung. Die beiden liegen oft Tage auseinander, und bei knapper Frist entscheidet das.

Addiere die Mindestlaufzeit. Das ergibt das Vertragsende.

Zieh die Kündigungsfrist ab. Das ist dein spätester Termin.

Bei Unsicherheit fängt eine Formulierung den Rechenfehler auf: "Hilfsweise kündige ich zum nächstzulässigen Termin." Damit greift die Kündigung auch dann, wenn du dich um einige Tage vertan hast.

Wo Erinnerungen am meisten sparen

Nicht bei Streaming — dort kostet ein verpasster Termin einen Monat. Bei Fitness, Mobilfunk und Versicherungen kostet er ein Jahr.

Sieh nach, welche deiner Verträge überhaupt eine Frist länger als einen Monat haben. Bei den meisten Haushalten sind das ein bis drei von fünfzehn — und genau die gehören mit zwei Erinnerungen versehen.

Rechtslage in DE, AT und CH

Deutschland. undefined. Fehlt er, ist die Kündigung jederzeit und fristlos möglich. undefined.

Österreich. Das Konsumentenschutzgesetz begrenzt stillschweigende Verlängerungen und verlangt einen Hinweis, kennt aber keinen dem deutschen entsprechenden Kündigungsbutton.

Schweiz. Weder Kündigungsbutton noch gesetzliche Begrenzung der Verlängerung. In der Schweiz besteht kein allgemeines Widerrufsrecht im Fernabsatz — massgeblich sind die AGB des Anbieters und das Obligationenrecht. Praktisch heisst das: schriftlich kündigen und den Eingang bestätigen lassen — der eigene Nachweis wiegt hier schwerer, weil weniger Gesetz dahintersteht.

Widerruf, nicht Kündigung. Bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen besteht ein vierzehntägiges Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen — das gilt in DE und AT, nicht in der Schweiz.

Wenn trotz Kündigung abgebucht wird. Eine autorisierte SEPA-Lastschrift kann innerhalb von acht Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden; bei nicht autorisierten Lastschriften beträgt die Frist dreizehn Monate.

Diese Seite gibt allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. undefined

Ausführlich: Kündigungsbutton, Fristen in Deutschland, Schweiz, Österreich.

Wo SubTracker die falsche Antwort ist

Du willst, dass Abbuchungen für dich gefunden werden. SubTracker findet kein Abo, das du vergessen hast, weil es dein Konto nie sieht. Wenn dein Problem lautet „ich weiss nicht, wofür ich zahle", fang mit einem Werkzeug mit Kontoanbindung an oder geh drei Monate Kontoauszug einmal von Hand durch — und entscheide danach, wo die Liste dauerhaft leben soll.

Du willst, dass jemand anders kündigt. Volders und Aboalarm verschicken Kündigungen in deinem Namen, achten auf Fristen und liefern einen Nachweis. SubTracker sagt dir, was wann fällig ist; kündigen musst du selbst.

Du verwaltest Software-Ausgaben einer Firma. Freigabeketten, SSO, Lizenzverlängerungen über Abteilungen hinweg — dafür gibt es Beschaffungssoftware wie Cledara oder Spendesk. Die geteilten Arbeitsbereiche hier sind auf einen Haushalt oder ein kleines Team zugeschnitten.

Wenn du es ausprobieren willst

Der freie Plan verfolgt unbegrenzt viele Abos, ohne Karte und ohne Ablaufdatum — CSV-Import, Kalender-Abgleich und Export inbegriffen. Erinnerungen vor der Verlängerung und Preisänderungs-Alarme gehören zu Plus, geteilte Listen für den Haushalt zum Familien-Plan.

Die Daten liegen in London (Grossbritannien) und unterliegen der UK GDPR; die Übermittlung aus der EU stützt sich auf einen Angemessenheitsbeschluss.

Ehrlich eingeordnet: Der freie Plan reicht, um herauszufinden, ob die Gewohnheit hält. Die meisten finden in der ersten Sitzung zwei oder drei Dinge, von denen sie nichts mehr wussten. Falls nicht, läuft er einfach weiter und du hast zehn Minuten verloren.

Behalte deine Abo-Kosten im Blick

Die meisten Menschen zahlen für mehr Abos, als sie aufzählen können. Unbegrenzt viele Abos kostenlos verfolgen — ohne Karte, ohne Bankzugang.

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Häufige Fragen

Welches Datum soll ich mir merken?+

Den letzten Kündigungstermin, nicht das Vertragsende — also Vertragsende minus Kündigungsfrist. Bei einem Jahresvertrag mit dreimonatiger Frist liegen diese Daten ein Vierteljahr auseinander, und wer sich das Vertragsende merkt, erfährt am Stichtag, dass er zu spät ist.

Warum zwei Erinnerungen statt einer?+

Weil eine einzelne Erinnerung einen Monat vorher wertlos ist, wenn die Frist selbst drei Monate beträgt — und eine drei Monate vorher oft weggeklickt wird, weil es noch nicht dringend wirkt. Der erste Termin gibt Zeit zum Entscheiden, der zweite sorgt für die Ausführung.

Ab welchem Datum berechne ich die Frist?+

Ab dem Vertragsschluss, nicht ab der ersten Abbuchung. Die beiden liegen oft einige Tage auseinander, und bei einer knappen Frist entscheidet genau das. Addiere die Mindestlaufzeit und ziehe die Kündigungsfrist ab.

Was, wenn ich mich bei der Frist verrechne?+

Nimm in die Kündigung den Satz auf: "Hilfsweise kündige ich zum nächstzulässigen Termin." Damit greift sie auch dann, wenn dein berechneter Termin um einige Tage danebenlag, statt vollständig ins Leere zu laufen.

Passender Vergleich: Abos verfolgen ohne Bankzugang