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Es wird trotz Kündigung weiter abgebucht — was tun?

Warum eine Rücklastschrift als erster Schritt deine Position verschlechtert, und in welcher Reihenfolge du tatsächlich vorgehen solltest.

Kurz gesagt

Sichere zuerst den Nachweis: Bestätigungsmail, Screenshot mit Datum oder die gesendete Kündigung. Danach gilt eine Reihenfolge, die die meisten umdrehen — erst den Anbieter mit dem Nachweis anschreiben, dann eine Frist setzen, und erst danach die Zahlung stoppen. Eine Rücklastschrift beendet den Vertrag nicht, und wenn die Kündigung strittig ist, sammeln sich offene Forderungen.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, SubTracker · Aktualisiert 7. September 2026

Zuerst der Nachweis

Bevor du irgendetwas anderes tust. Fast jeder Streit in dieser Sache wird über den Nachweis entschieden und nicht über die Rechtslage — und der Nachweis ist heute leicht zu sichern und in drei Monaten mühsam zu rekonstruieren.

Was zählt: die Bestätigungsmail des Anbieters, ein Screenshot der Bestätigungsseite mit sichtbarem Datum, die gesendete Kündigungsmail aus deinem Postfach oder der Einlieferungsbeleg bei Postversand.

Die Reihenfolge, die die meisten umdrehen

1. Anbieter anschreiben, mit Nachweis im Anhang. Sachlich, mit Datum der Kündigung und der Bitte um schriftliche Bestätigung des Vertragsendes. Die meisten Fälle enden hier — wenn ein datierter Beleg vorliegt, wird selten diskutiert.

2. Frist setzen. Reagiert er nicht, setze schriftlich vierzehn Tage und kündige an, was du danach tust. Das ist zugleich die Dokumentation für alles Weitere.

3. Erst jetzt die Zahlung stoppen. Nicht vorher. Eine Rückbuchung vor dem Kontakt macht dich angreifbar.

Warum eine Rückbuchung den Vertrag nicht beendet

Das ist der häufigste Fehler. Eine Rücklastschrift verhindert die Abbuchung; sie hebt den Vertrag nicht auf. Wenn die Kündigung selbst strittig ist, läuft er aus Sicht des Anbieters weiter, und offene Forderungen können sich sammeln — im schlechtesten Fall bis zum Inkasso.

Deshalb die Reihenfolge: erst die Kündigung klären, dann die Zahlung stoppen.

Wie du die Zahlung stoppst

Bei Kartenzahlungen ist ein Chargeback über den Kartenherausgeber möglich; die Kartennetzwerke behandeln eine Belastung nach dokumentierter Kündigung als klaren Fall. Zusätzlich kannst du deiner Bank ein Lastschriftverbot für diesen Zahlungsempfänger erteilen.

Bei PayPal kündigst du die automatische Zahlung direkt im Konto unter den automatischen Zahlungen. Auch das beendet nur die Zahlung, nicht den Vertrag.

Rechtslage in DE, AT und CH

Deutschland. undefined. Fehlt er, ist die Kündigung jederzeit und fristlos möglich. undefined.

Österreich. Das Konsumentenschutzgesetz begrenzt stillschweigende Verlängerungen und verlangt einen Hinweis, kennt aber keinen dem deutschen entsprechenden Kündigungsbutton.

Schweiz. Weder Kündigungsbutton noch gesetzliche Begrenzung der Verlängerung. In der Schweiz besteht kein allgemeines Widerrufsrecht im Fernabsatz — massgeblich sind die AGB des Anbieters und das Obligationenrecht. Praktisch heisst das: schriftlich kündigen und den Eingang bestätigen lassen — der eigene Nachweis wiegt hier schwerer, weil weniger Gesetz dahintersteht.

Widerruf, nicht Kündigung. Bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen besteht ein vierzehntägiges Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen — das gilt in DE und AT, nicht in der Schweiz.

Wenn trotz Kündigung abgebucht wird. Eine autorisierte SEPA-Lastschrift kann innerhalb von acht Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden; bei nicht autorisierten Lastschriften beträgt die Frist dreizehn Monate.

Diese Seite gibt allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. undefined

Ausführlich: Kündigungsbutton, Fristen in Deutschland, Schweiz, Österreich.

Wo SubTracker die falsche Antwort ist

Du willst, dass Abbuchungen für dich gefunden werden. SubTracker findet kein Abo, das du vergessen hast, weil es dein Konto nie sieht. Wenn dein Problem lautet „ich weiss nicht, wofür ich zahle", fang mit einem Werkzeug mit Kontoanbindung an oder geh drei Monate Kontoauszug einmal von Hand durch — und entscheide danach, wo die Liste dauerhaft leben soll.

Du willst, dass jemand anders kündigt. Volders und Aboalarm verschicken Kündigungen in deinem Namen, achten auf Fristen und liefern einen Nachweis. SubTracker sagt dir, was wann fällig ist; kündigen musst du selbst.

Du verwaltest Software-Ausgaben einer Firma. Freigabeketten, SSO, Lizenzverlängerungen über Abteilungen hinweg — dafür gibt es Beschaffungssoftware wie Cledara oder Spendesk. Die geteilten Arbeitsbereiche hier sind auf einen Haushalt oder ein kleines Team zugeschnitten.

Wenn du es ausprobieren willst

Der freie Plan verfolgt unbegrenzt viele Abos, ohne Karte und ohne Ablaufdatum — CSV-Import, Kalender-Abgleich und Export inbegriffen. Erinnerungen vor der Verlängerung und Preisänderungs-Alarme gehören zu Plus, geteilte Listen für den Haushalt zum Familien-Plan.

Die Daten liegen in London (Grossbritannien) und unterliegen der UK GDPR; die Übermittlung aus der EU stützt sich auf einen Angemessenheitsbeschluss.

Ehrlich eingeordnet: Der freie Plan reicht, um herauszufinden, ob die Gewohnheit hält. Die meisten finden in der ersten Sitzung zwei oder drei Dinge, von denen sie nichts mehr wussten. Falls nicht, läuft er einfach weiter und du hast zehn Minuten verloren.

Behalte deine Abo-Kosten im Blick

Die meisten Menschen zahlen für mehr Abos, als sie aufzählen können. Unbegrenzt viele Abos kostenlos verfolgen — ohne Karte, ohne Bankzugang.

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Häufige Fragen

Soll ich die Abbuchung sofort zurückbuchen lassen?+

Nicht als ersten Schritt. Eine Rückbuchung stoppt die Zahlung, hebt den Vertrag aber nicht auf — der Anbieter hat dann eine offene Forderung und deine Position ist schlechter. Kontaktiere zuerst den Anbieter mit dem Kündigungsnachweis.

Was gilt als Nachweis für meine Kündigung?+

Die Bestätigungsmail des Anbieters, ein Screenshot der Bestätigungsseite mit sichtbarem Datum, die gesendete Kündigungsmail aus deinem Postfach oder der Einlieferungsbeleg bei Postversand. Sichere das sofort — später ist es mühsam zu rekonstruieren.

Was mache ich, wenn der Anbieter nicht reagiert?+

Setze schriftlich eine Frist von vierzehn Tagen und kündige an, was du danach tust. Das ist zugleich die Dokumentation für den nächsten Schritt. Reagiert er weiterhin nicht, stoppe die Zahlung und wende dich an die Verbraucherzentrale oder den Konsumentenschutz.

Kann ich einer Bank verbieten, weitere Lastschriften einzulösen?+

Ja, du kannst deiner Bank ein Lastschriftverbot für einen bestimmten Zahlungsempfänger erteilen. Banken müssen diese Weisung befolgen, auch wenn der Anbieter weiter einzieht. Das ersetzt aber nicht die Klärung der Kündigung selbst.