DAZN oder Sky Sport — was kostet Fussball wirklich?
Welche Rechte bei wem liegen, warum die meisten Fans am Ende beide brauchen, und wie sich die Kosten über eine Saison ehrlich rechnen lassen.
Kurz gesagt
Die Rechte an Bundesliga und Champions League sind zwischen Anbietern aufgeteilt, und die Aufteilung ändert sich mit jeder Vergabeperiode. Wer alle Spiele seines Vereins sehen will, braucht deshalb meist beide Dienste — das ist kein Missverständnis, sondern das Geschäftsmodell. Der einzige Hebel ist die Saisonpause: rund drei Monate ohne Spiele, in denen viele weiterzahlen.
Leutrim Miftaraj
Gründer, SubTracker · Aktualisiert 7. September 2026
Warum es diesen Vergleich eigentlich nicht gibt
Die meisten Vergleiche fragen, welcher Sportdienst der bessere sei. Für Fussball ist das die falsche Frage. Die Übertragungsrechte sind zwischen Anbietern aufgeteilt, und niemand hat alles. Welcher Anbieter welche Partien zeigt, wird periodisch neu vergeben und ändert sich damit regelmässig.
Die praktisch relevante Frage lautet deshalb nicht „welcher ist besser", sondern „welche Spiele will ich sehen, und wo laufen die aktuell". Prüfe das vor dem Abschluss auf den Seiten der Anbieter — jede Rechteaufstellung in einem Artikel wie diesem wäre in einer Saison überholt.
Die Kostenrechnung, die selten gemacht wird
Fussball-Abos werden fast immer als Monatspreis wahrgenommen und als Jahreskosten bezahlt. Der Unterschied ist der Punkt, an dem die Rechnung kippt.
Rechne so: Monatspreis mal zwölf, für jeden Dienst, den du hältst. Dann setze dagegen, an wie vielen Abenden du tatsächlich zusiehst. Viele kommen auf einen Betrag pro geschautem Spiel, der sie überrascht — nicht weil die Dienste teuer sind, sondern weil zwölf Monate bezahlt und etwa neun genutzt werden.
Die Saisonpause ist der eigentliche Hebel
Zwischen Ende Mai und Mitte August finden in den grossen Ligen kaum Spiele statt. Das sind rund drei Monate, in denen ein Fussball-Abo praktisch nichts liefert.
Bei monatlich kündbaren Angeboten ist das der einfachste Spareffekt in dieser Kategorie überhaupt: kündigen, wenn die Saison endet, neu abonnieren, wenn sie beginnt. Jahresabos sind entsprechend nur dann günstiger, wenn ihr Rabatt grösser ist als die drei ungenutzten Monate — und das ist seltener der Fall, als der beworbene Jahresrabatt vermuten lässt.
Der Grund, warum es kaum jemand tut, ist wieder organisatorisch: Im Mai denkt niemand an Kündigungsfristen, und im August ist das Abo längst weitergelaufen.
Mindestlaufzeit im Blick behalten
Sport-Abos werden häufiger als andere Streaming-Angebote mit Mindestlaufzeit oder mit deutlichem Rabatt auf Jahresbindung verkauft. Beides schliesst das Kündigen zur Saisonpause aus.
Für deutsche Verträge ab März 2022 gilt immerhin: Nach der Mindestlaufzeit verlängern sie sich nur noch auf unbestimmte Zeit mit einem Monat Frist, nicht mehr um ein volles Jahr. In der Schweiz besteht diese Regel nicht — dort zählen die AGB.
Wo SubTracker nicht die richtige Wahl ist
Kein Werkzeug passt für alle, und so zu tun als ob, kostet dich nur Zeit.
Du willst automatische Erkennung über dein Konto. SubTracker verbindet sich nicht mit deinem Konto. Du trägst jedes Abo einmal selbst ein — das dauert etwa zehn Minuten und ist der Preis dafür, dass kein Dritter deine Kontoumsätze sieht. Wenn dir zehn Minuten Einrichtung zu viel sind und du dafür Bankzugang gibst, sind Finanzguru oder die Umsatzanalyse deiner Bank-App der schnellere Weg.
Du willst, dass jemand für dich kündigt. Dienste wie Volders oder Aboalarm verschicken die Kündigung in deinem Namen und kümmern sich um Fristen und Nachweis. SubTracker sagt dir, was wann zu kündigen ist — kündigen musst du selbst.
Du verwaltest Software-Ausgaben einer Firma. Für Lizenzverwaltung über Abteilungen hinweg, mit Freigabeprozessen und SSO, sind Cledara oder Spendesk gebaut. Die geteilten Arbeitsbereiche hier sind für Haushalte und kleine Teams gedacht.
Wie du anfängst
Der freie Plan verfolgt unbegrenzt viele Abos, unbefristet und ohne Karte. Erinnerungen vor der Verlängerung, Preisänderungs-Alarme und Auswertungen gehören zu Plus. Das reicht, um herauszufinden, ob die Gewohnheit hält, bevor du irgendetwas bezahlst.
Die meisten finden in der ersten Sitzung zwei oder drei Abos, von denen sie nichts mehr wussten. Falls nicht, läuft der freie Plan einfach weiter.
Behalte deine Abo-Kosten im Blick
Die meisten Menschen zahlen für mehr Abos, als sie aufzählen können. Unbegrenzt viele Abos kostenlos verfolgen — ohne Karte, ohne Bankzugang.
Kostenlos startenHäufige Fragen
Brauche ich DAZN und Sky, um alle Bundesliga-Spiele zu sehen?+
Für die vollständige Abdeckung meist ja, weil die Rechte zwischen Anbietern aufgeteilt sind. Die Aufteilung ändert sich mit jeder Vergabeperiode, deshalb lohnt der Blick auf die aktuellen Rechteübersichten der Anbieter, bevor du abschliesst. Wer nur die Spiele eines Vereins sehen will, kommt je nach Verein manchmal mit einem Dienst aus.
Wie viel kostet Fussball im Jahr wirklich?+
Rechne Monatspreis mal zwölf für jeden Dienst, den du hältst, und teile das durch die Zahl der Abende, an denen du tatsächlich zusiehst. Der Betrag pro Spiel überrascht die meisten — nicht weil die Preise hoch wären, sondern weil zwölf Monate bezahlt und etwa neun genutzt werden.
Lohnt es sich, in der Sommerpause zu kündigen?+
Bei monatlich kündbaren Abos fast immer. Zwischen Ende Mai und Mitte August finden in den grossen Ligen kaum Spiele statt, das sind rund drei Monate ohne Gegenwert. Voraussetzung ist, dass keine Mindestlaufzeit läuft — und dass du im Mai daran denkst, was der eigentliche Grund ist, warum es kaum jemand macht.
Ist das Jahresabo günstiger als monatlich?+
Nur wenn der Jahresrabatt grösser ist als die drei Monate Saisonpause, die du bei monatlicher Zahlung sparen könntest. Rechne konkret nach: Jahrespreis gegen neun Monatspreise. Der beworbene Rabatt sieht oft grösser aus, als er nach dieser Rechnung ist.
Kann ich Sport-Abos innerhalb der Mindestlaufzeit kündigen?+
In der Regel nicht ohne besonderen Grund. Für deutsche Verträge ab März 2022 gilt aber nach Ablauf der Mindestlaufzeit eine Kündigungsfrist von einem Monat statt einer automatischen Jahresverlängerung. Fehlt beim Anbieter ein Kündigungsbutton, ist die Kündigung nach § 312k BGB jederzeit fristlos möglich.
